Wissen teilen, Resilienz stärken. Weiterbildung Traumapädagogik.

Seit über 30 Jahren in Zürich und seit bald zehn Jahren in St. Gallen verfolgt das KiEl Bethanien dasselbe Ziel: Kindern Schutz geben, Eltern stärken und sichere Entwicklungsräume schaffen. Die Traumapädagogik unterstützt uns dabei, noch gezielter auf die besonderen Bedürfnisse traumatisierter Kinder und Eltern einzugehen – ein Ansatz, der Sicherheit und Stabilität schenkt und künftig an beiden Standorten fest verankert ist.

Warum Traumapädagogik?
Die Traumapädagogik zielt darauf ab, traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Eltern Sicherheit, Vertrauen und Stabilität zu vermitteln. Sie stärkt die persönliche Resilienz und hilft, seelische Wunden zu heilen.

Gleichzeitig richtet sie den Blick auch auf die Fachkräfte selbst: Die Arbeit im stationären Kinderschutz ist belastend und fordert eine gute Vorsorge. Nur wenn Mitarbeitende ihre eigenen Ressourcen im Blick behalten, können sie ihre wertvolle Aufgabe langfristig gesund ausüben.

Neue Wege im KiEl Zürich
2023/24 hat das Team des KiEl Bethanien Zürich eine neuntägige Weiterbildung in Traumapädagogik absolviert. In einer Projektgruppe wurde das Gelernte direkt in den Alltag übertragen: mit Fokus auf Stressreduktion, Psychoedukation und Empowerment für Kinder, Eltern und auch für die Mitarbeitenden selbst. So verbinden wir Fachwissen mit Alltagspraxis – für nachhaltige Begleitung auch über akute Krisen hinaus.

Vom Kind zum Team – ein ganzheitlicher Ansatz
Die Haltungen der Traumapädagogik – Wertschätzung, Partizipation, Transparenz, Freude – prägen zunehmend den Alltag im KiEl. Kinder lernen, wie ihr Gehirn funktioniert und welche Strategien helfen, schwierige Momente zu meistern. Eltern werden gestärkt, ihre Rolle trotz eigener Belastungen verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Gleichzeitig wächst das Team fachlich zusammen: Gemeinsames Wissen verbindet die Bereiche Betreutes und Begleitetes Wohnen und sorgt für eine einheitliche, professionelle Haltung.

Blick nach St. Gallen
Ab Herbst 2025 wird die Weiterbildung auch im KiEl St. Gallen starten. Damit werden traumapädagogische Prinzipien künftig an beiden Standorten fest verankert. Schon jetzt wurden dort Strukturen angepasst und Familienplätze neu ausgerichtet – mit dem Ziel, noch passgenauer auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern eingehen zu können.

Fazit
Die Einführung der Traumapädagogik im KiEl Bethanien ist mehr als eine Weiterbildung: Sie verändert die Haltung im Alltag, stärkt Kinder, Eltern und Mitarbeitende zugleich und macht nachhaltige Begleitung möglich.

Denn: Traumapädagogik ist Schlüssel und Schutz zugleich – für die Menschen, die wir begleiten, und für diejenigen, die sie begleiten.